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Schneeanzug - welches Modell darf es denn sein?

Hier gibt es mal wieder eine klare Produktempfehlung von uns. Der Pikku Winter von Finkid. Ein Schneeoverall mit all seinen Attributen, die man sich als besorgte Eltern in der Winterzeit wünscht.

Jetzt in der kalten Jahreszeit rennen alle Eltern los und wollen das Wärmste und Beste für die kleinen Mäuse.

In diesem Artikel möchte ich euch die Unterschiede zu einem herkömmlichen Schneeanzug aufzeigen.

Vergleichen wir beispielsweise diesen mit einem Schneeanzug von H&M.

Für euch als nächstes einmal die harten Fakten gegenüber gestellt.

 

 

Preis: 149,95€

Oberstoff: 100% Polyamid
Futter: 100% Polyester
Füllung: 100% Polyester

 

Normalwaschgang bei 40°C

 

Angaben des Herstellers:

Winteroverall mit Zwergenkapuze aus wetterfestem und robustem Material. Das weiche Fleecefutter und die Antirutsch-Beinabschlüsse halten Wasser und Kälte ab, Reflektorbänder sorgen für Sichtbarkeit und die verstärkten Besätze für extra Widerstandsfähigkeit.

 

  • Wasser und Schmutz abweisend
  • Atmungsaktiv (5 000 g/m² 24h)
  • Wasserfest (WP 10 000 mm)
  • Winddicht
  • Wärmeisolierend
  • Winterfest
  • Versiegelte Nähte

 

 

Größen:

80/90 ; 90/100 ; 100/110 ; 110/120 ; 120/130

Preis: 69,99€

100% Polyamid.

 

 

 

Maschinenwäsche 40˚

 

Angaben des Herstellers:

Wattierter Schneeanzug aus wind- und wasserdichtem, atmungsaktivem Funktionsmaterial mit versiegelten Nähten. Der Anzug hat eine abnehmbare, gefütterte Kapuze mit Fellimitatbesatz und einen Frontreißverschluss mit Windschutzleiste und Klett. Brusttasche mit Patte und Druckknopf und Vordertaschen mit wasserdichtem Reißverschluss. Verstärkungen an Beinen und Po. Verstellbarer Gummizug in der Taille sowie an Ärmel- und Beinabschlüssen. Verstärker Gummisteg unter dem Fuß. Reflektoren. Der Anzug hat eine wasserabweisende Ausrüstung ohne umweltschädliche Fluorcarbone.

 

 

 

 

Größen:

86; 92: 98; 104; 110; 116; 122: 128


Wie wir erkennen können, unterscheiden sich beide Modelle vom Material her überhaupt nicht. Beide bestehen zu 100% aus Polyamid. Klingt erstmal sehr befremdlich. Wir hatten die ersten Winter der Mädels auch die typischen Wollwalkoverall´s von Disana. Darunter wurde dann geschichtet mit anderen guten Wollsachen. Eins muss ich vorab sagen, die Mädels waren immer warm und trocken.

In meinen Augen stößt der Disana-Anzug ab 2 Jahren und nassem, schmuddeligem berliner Winter an seine Grenzen. Beide Mädels hat es dann genervt, immer wieder so dick angepellt zu werden, was im Übrigen in den Windelphasen auch total ätzend ist.

Wenn es trocken ist und der Wolloverall über die normalen Haussachen drüber gezogen werden kann, ist er optimal. Früher haben wir dann sogar noch wasserdichte Matschhosen drüber gezogen und dann stand es da mein Michelin-Männchen.

 

Beim Preis ist natürlich der H&M Schneeanzug mit fast der Hälfte bei Weitem attraktiver. Aber an dieser Stelle muss ich leider auch sagen, dass der H&M Anzug immer nur eine Größe bietet und dadurch höchstwahrscheinlich jedes Jahr ein neuer Anzug her muss. Das passiert euch bei einem Finkid-Anzug eher nicht. Durch die Doppelgrößen, ist es recht wahrscheinlich das ihr zwei Winter davon was habt. Somit kauft ihr bei H&M zwei Anzüge zum Preis von rund 140€ und bei Finkid einmalig 149,95€.

 

Wie ich schon in einem anderen Artikel geschrieben habe, gewährt Finkid 2 Jahre auf alle Artikel Gewährleistung ausgenommen sind Reiß- uns Klettverschlüsse. Hier gewährt Finkid die Gewährleistung nur ein halbes Jahr. Im Umtausch oder reparieren sind sie absolut unkompliziert.

Bei H&M kannst du die Sachen auch problemlos umtauschen und erhälst ziemlich schnell etwas Neues. Ob das noch viel mit Nachhaltigkeit zu tun hat, lasse ich an dieser Stelle mal offen.

 

Ein weiteres Pro für den Finkid-Anzug ist der Reißverschluss der am Bein bis fast runter geht und somit ein bequemes Anziehen ermöglicht. Der Reißverschluss des H&M Anzuges endet im Schrittbereich. Ich glaube ihr kennt es alle, man quetscht gerade die kleinen Mäuse dann mit den Beinen irgendwie in den Anzug. Gerade noch beim Windel wechseln fand ich das sehr unpraktisch für beide Seiten.

Der H&M Anzug hat einen Gummisteg unter dem Fuß, dieser ist beim Finkid-Anzug nicht vorhanden. Ob man den braucht, überlasse ich auch Jedem selbst. Meine Kinder mochten das immer nicht so.

Eine Verstärkung an Po und Beinen könnt ihr bei beiden Anzügen finden.

 

Klasse finde ich am Pikku, dass er doch recht dünn erscheint, was sich überhaupt nicht auf die Wärmeisolierung auswirkt. Sie können sich weiterhin gut bewegen. Bei anderen Anzügen ist mir oft aufgefallen, dass die Kinder anfangen zu schwitzen und dann direkt kalt werden und frieren. Das hat was mit der Atmungsaktivität zu tun (5 000 g/m² 24h).

Weiterhin mag ich den klassischen Stil sehr gerne. Es gibt eben keine Fellkapuze und keine tausend Taschen. Braucht ein Kind im Winter mit Handschuhen an auch gar nicht.

Den Anzug könnt ihr von Oktober bis März tragen. Wenn es wärmer is, natürlich nur leicht bekleidet drunter.

 

Wie auch die anderen Finkid-Artikel lässt sich dieser sehr gut gebraucht weiterverkaufen und das im Schnott noch für 90€. Diesen Preis bekommt ihr eher nicht für einen von H&M und da bezweifle ich auch, dass dieser noch von einem zweiten oder gar dritten Kind getragen werden kann. Heißt, wenn ich den Anzug für 149,95€ gekauft habe und für ca. 90€ weiterverkaufen kann, habe ich 60€ für zwei Winter bezahlt. Ich finde es ist eine Überlegung wert. Es ist eine große Stange Geld, gerade bei zwei Kindern oder mehr.

Bevor die Kinder jedoch das tausendste Spielzeug geschenkt bekommen (da wären wir wieder beim Thema Konsum), frage ich die Großeltern oder auch andere Schenkfreudige, ob sie nicht ein bisschen was zusteuern wollen.

 

Wie ihr schon bemerkt, geht meine Meinung ganz klar in Richtung Finkid. Den höheren Einkaufspreis rechtfertige ich mit all den Vorteilen, die er bietet und in der Endsumme ist er dann noch günstiger. Also eine ganz klare Kaufempfehlung unsererseits.