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Minimalismus Teil 1

Minimalismus? Was bedeutet das eigentlich? Sucht man im Internet nach diesem Begriff, wird er meist damit definiert "Dingen" zu rationalisieren.

 

Gerade in der Weihnachtszeit und der Zeit des Konsums komme ich immer wieder zu diesen Gedanken.

Ich war schon immer ein Typ der klare Strukturen mochte und im Überfluss von DIngen oftmals sehr unruhig wurde.

Minimalismus kann in vielen Bereichen gelebt werden. Fangen wir heute mit dem "Geschenke-Konsum" an.

 

Aktuell die Weihnachtssituation. Letztes Jahr haben die Mädels unheimlich viele Geschenke bekommen. Die gleiche Situation hatten wir auch bei den Geburtstagen. Wir Eltern saßen in beiden Situationen ein wenig abseits und beobachtend. Die Freude war groß und der Adrenalinspiegel stieg in die Höhe. Was mich daran störte, war der Rausch der entstand. Es waren nicht ein oder zwei Geschenke es waren immer an die zehn Geschenke. Die nett verpackten Pakete wurden einfach nur noch aufgerissen.

In meinen Augen sah das so aus, als wenn nicht mehr der Inhalt zählte, sondern die Menge an Paketen. Ich bin der Meinung, dass gerade unsere Kinder Struktur und Ordnung in ihrem Kopf brauchen. Letztendlich wurden von den vielen, wirklich auch sehr schönen Geschenken nur wenige bespielt.

 

Ich versuche das mal an einem anderen Beispiel deutlich zu machen. Als meine erste Tochter geboren wurde, habe ich unheimlich viel Klamotten geschenkt bekommen von vielen lieben Freundinnen. Natürlich wurde auch einiges gekauft. Schon damals hat mich die Fülle arg erschlagen. Ein kleiner Mensch kann das doch alles gar nicht abtragen. Mich hat es innerlich auch ehrlich gesagt sehr unter Druck gesetzt all die schönen Sachen anzuziehen.

Für mich fühlte es sich innerlich nicht richtig an. Also sortierte ich aus und beschränkte mich auf sehr schöne einzelne Stücke. Diesem Motto bin ich bis heute treu geblieben. Kinder brauchen in meinen Augen nicht Massen an Klamotten und keine Massen an Spielzeug.

 

Ich war als Erwachsener von diesen Massen erschlagen, wie geht es dann wohl meinen Kindern damit?

 

Wir legen Wert auf die Qualität der Kleidung und auch des Spielzeuges. Grundsätzlich muss aber auch ich davon  manchmal abweichen damit die Kinderaugen einfach strahlen, wenn es ein Schlafanzug von der Eiskönigin sein soll. Mir ist klar, dass ich diesen höchstwahrscheinlich nicht in Bio/Ökoqualität erhalte. Was ich damit sagen möchte ist, dass es für das Kind nicht um den Wert geht.

Somit haben wir versucht Familie, Verwandten und Freunden zu erklären, dass es nicht um den Wert des Geschenkes geht und die Mäuse sich trotzdem sehr freuen.

Die Mädels können noch nich wertschätzen.

 

Rückblickend bin ich sehr zufrieden mit dem Weihnachtsfest 2017. Das Julimädchen hat ein Löschengruppenfahrzeug von Playmobil bekommen und das Augustmädchen einen Schreibtisch für die Schule 2018. Zudem, weil unser Umzug ansteht, bekamen beide noch eine kleine Lampe für ihre neuen Zimmer. Sie haben sich viel mehr mit den wenigen Dingen beschäftigt und sich gefreut und wir Eltern haben uns weniger erschlagen gefühlt.

 

Ich habe von anderen Familien auch schon gehört, dass beide Kinder den gleichen Wert bekommen müssen.

Nein, müssen sie in meinen Augen nicht. Denn auch, wenn ein Kind nur für 1€ ein Geschenk bekommt und glücklich über dieses ist, was wollen wir Erwachsenen damit erreichen? Unser Gewissen bereinigen? Wir machen das nicht. Denn ich denke als Eltern schaut man, dass es beiden Kindern gut geht und jeder bekommt zur richtigen Zeit das was er benötigt. Einander aufwiegen ist in meinen Augen nicht der richtige Weg. 

 

Wie ihr seht, kann man schon hier ganz viel Minimalismus lebe.

 

In meinem nächsten Artikel wird es um Minimalismus im Alltag gehen.

 

Wie handhabt ihr das mit dem Konsum? Lasst gerne ein paar Kommentare da.

 

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